meditation

Konflikte (von lat. confligere, „zusammentreffen, kämpfen“) gehören zum Leben von Menschen wie das Salz zur Suppe. Sie resultieren daraus, dass jeder Mensch bzw. jedes System unterschiedlich ist und die Welt auch unterschiedlich wahrnimmt. Was der eine als gerecht empfindet, tituliert der andere als unfair. Was sich in einer Familie „gehört“, ist in einer anderen seit je her verpönt. Unternehmenskulturen divergieren ebenso wie viele Abteilungs-(sub-)kulturen.

das grösste problem in der heutigen kommunikation ist, dass wir nicht zuhören um zu verstehen. wir hören zu, um zu antworten.

Solange es sich um kleinere „Meinungsverschiedenheiten“ handelt, die sich im unteren Bereich der Eskalationsstufen abspielen, erzeugen sie normalerweise keine allzu großen Probleme und können meistens von den Konfliktparteien selbst oder mit einem Moderator gelöst werden.

 

Heikler wird es dann schon im mittleren Teil der Eskalationsleiter, hier verlagert sich der Konflikt dann von der Sach- auf die Beziehungsebene und es kommt zum Schlagabtausch. In diesen Phasen (die Konfliktparteien suchen Koalitionen oder arbeiten mit Gesichtsverlusten bzw. Drohstrategien) bedarf es eines neutralen Vermittlers (eines Mediators, von lat. mediator, „Mittler“), und da komme ich ins Spiel.

 

Die Alternative, nämlich eine Gerichtsverhandlung, dauert sehr lange, ist viel teurer und total fremdbestimmt. Hier verhandeln nämlich Vertreter der Parteien (Rechtsanwälte) und es entscheidet eine dritte Person (Richter). In der Mediation, die von Eigenverantwortung geprägt ist, verhandeln und entscheiden lediglich die Konfliktparteien selbst und niemand anders. Außerdem wird bei Gericht der Konflikt gar nicht behandelt geschweige denn gelöst, weil er selbst ja nicht justiziabel ist. Speziell in Situationen, in denen sich die Konfliktparteien auch nachher noch begegnen oder zusammenarbeiten müssen, bleibt zumindest ein latenter Konflikt mit viel Frust (meist auf beiden Seiten) zurück. Und der kann sich jederzeit wieder entladen.

mehr als nur eine lösung!

In der Mediation stehen die Parteien mit ihren Interessen und Bedürfnissen im Vordergrund und der Konflikt wird im Vorfeld von mir analysiert.

Es geht also nicht nur um die Lösung selbst, sondern auch um die Beilegung des Konfliktes an sich.


Wie läuft nun so eine Mediation ab?

Nach einer ersten kurzen Kennlern-Runde mit Besprechung von Grundregeln (wertschätzende Kommunikation bspw.) wird von den Konfliktparteien ein gemeinsames Ziel formuliert. Das ist in so Ferne wichtig, als das Ziel die Richtung vorgibt, in die alle gehen müssen (Wie sagte schon Mark Twain: „Wer nicht weiß, wohin er will, der darf sich nicht wundern, wenn er ganz woanders ankommt.“). Dadurch ist eine hohe Produktivität der Sitzungen gewährleistet.

 

Danach werden die Themen, für die eine Lösung gefunden werden soll, erarbeitet und aufgelistet. Für jedes Thema werden die zugrunde liegenden Interessen und Bedürfnisse mithilfe von Interventionen, Frage- und Kommunikationstechniken durch mich sichtbar gemacht. Diese sog. Konflikterhellungsphase bildet das Herzstück der Mediation.

 

Basierend darauf werden dann so viele wie mögliche Lösungsoptionen gesucht und sich für jeweils eine gemeinsam durch die Konfliktparteien entschieden. Das ganz mündet letztlich in eine Vereinbarung, die auf Wunsch (wenn es sich um Zivilrechtssachen handelt) mit direkter Vollstreckbarkeit durch das Gericht versehen werden kann.

 

Etwaige Fristen werden durch die Mediation gehemmt, wenn sie von einem beim Bundesministerium für Justiz eingetragenen Mediator, wie ich es bin, geleitet wird.

 


wie lange dauert eine Mediation?

Mediationen werden normalerweise in ca. 90-minütigen-Sitzungen abgehandelt. Wie oft diese stattfinden, hängt wirklich von Situation und Teilnehmern ab. Eine – aber wirklich nur Daumenregel – ist so zwischen 3 und 5 Treffen.

Aber was ist schon normal? Es können auch längere Zusammenkünfte vereinbart werden, wenn es für alle passt. Und in der Wirtschaftsmediation dauern solche Veranstaltung meist ohnehin einen halben oder ganzen Tag.

 


wo finden die Treffen statt?

Grundsätzlich können diese Treffen persönlich überall stattfinden, außerhalb von Ost-Österreich (Burgenland, Wien und südliches Niederösterreich) bitte ich um vorherige Rücksprache. Seit Covid setzt sich die Online-Mediation auch in Österreich immer mehr durch, diese Möglichkeit biete ich selbstverständlich ebenfalls an. Bei Bedarf kann ich Sie hier auch in technischer Hinsicht unterstützen.

Die Mediation kann sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch stattfinden.

 


was ist der nutzen für mich?

Der Vergleich zur Gerichtsverhandlung (Kosten, Dauer, Entscheider usw.) wurde schon dargestellt. Der aus meiner Sicht wesentlichste Unterschied ist allerdings, dass der Konflikt solange die Hauptrolle spielt, bis er gelöst ist. Wichtig ist auch nochmals zu betonen, dass Sie bis zum Ende der Mediation, bevor die Schlussvereinbarung, welche durch Sie erarbeitet wurde, abgesegnet wird, ohne Konsequenzen aussteigen können. Freiwilligkeit und gegenseitige Wertschätzung bilden den Rahmen.

 


was versteht man unter Co-Mediation?

Co-Mediation heißt, dass zwei statt nur ein Mediator die Sitzungen leiten. Es gibt viele Vorteile, wie zB dass mehr Interventionsmethoden eingesetzt werden können, sich die Mediatoren gegenseitig besser unterstützen können, eine multiperspektivische Sichtweise haben usw.

 

Der Nachteil, nämlich höhere Kosten wegen zwei Mediatoren, wird durch die Vorteile eindeutig überlagert. Daher biete ich gemeinsam mit meiner Kollegin ein preislich attraktives Modell der Co-Mediation an.

 


Was kostet eine Mediation?

Eine Stunde zu 60 Minuten kostet EUR 90, für eine Co-Mediation mit zwei Mediatoren zahlen Sie aber nur EUR 160.

Sollten externe Kosten wie zB für Räumlichkeiten noch dazu kommen, sind diese von den Konfliktparteien extra zu begleichen.

 


ist mediation das richtige für mich?

Auch hier kommen wieder d’Leut durchs Reden zam. Entweder durch ein kostenloses Erstgespräch mit mir oder wir starten einfach mit der ersten Sitzung und Sie können dann jederzeit entscheiden, ob Sie dabeibleiben wollen oder nicht.

 


was bedeutet eingetragener mediator?

"Eingetragener Mediator" bedeutet, dass der Mediator bestimmte Voraussetzungen erfüllen muss (wie zB Mindestalter, Leumund, spezielle Ausbildung usw.) und sich dann beim Bundesministerium für Justiz eintragen lassen kann. Damit gelten für ihn ex lege besondere Verschwiegenheitserfordernisse und Fristen werden gehemmt.

 

Ich bin in diese Liste eingetragen.

Bundesgesetz über Mediation in Zivilrechtssachen:

(Zivilrechts-Mediations-Gesetz – ZivMediatG), BGBl. I Nr. 29/2003

Verordnung des Bundesministers für Justiz über die Ausbildung zum eingetragenen Mediator:

(Zivilrechts-Mediations-Ausbildungsverordnung – ZivMediat-AV), BGBl. II Nr. 47/2004

 

Außerdem bin ich noch aktives Mitglied in der Experts Group Wirtschaftsmediation der Wirtschaftskammer und im ÖBM (Österreichischer Bundesverband für Mediation), dem größten Mediationsverband von ganz Europa.

 


meine schwerpunkte:

Speziell sehe ich meine Kompetenzen in den Bereichen

  • Wirtschaftsmediation (innerbetriebliche und zwischenbetriebliche Konflikte, Betriebsübergänge und Unternehmensnachfolge, Konflikte im öffentlichen Bereich und bei Strukturveränderungen)
  • Familienmediation (Trennung und Scheidung, Regelung bezüglich Kinder, Erbschaften etc.) 
  • Nachbarschaftsstreitigkeiten